GrenzLandBahn

Meine TT-Bahn in Modulbauweise

oder 

"Die Bahnen um Dolní Stavidlová" 

In diesem Bereich möchte ich Stück für Stück den Bau meiner Heimanlage in Modulbauweise nach den Normen des FKTT vorstellen. Da es derzeit noch am geplanten Eigenheim mit entsprechendem Hobbykeller fehlt, wird hier aktuell nur die erste Planung bzw. erste Ideen gezeigt. 

Mit der Anlage möchte ich Motive meiner Heimat nachbilden, ohne dabei ein konkretes Vorbild nachzubauen. Der "Zwang der vorbildgetreuen Nachbildung" hat mich bei einem schon umgesetzten Bauvorhaben am Ende doch zu sehr frustriert. Bei einem fiktiven Bahnhof mit fiktiver Streckenführung bleibt ausreichend gestalterische Freiheit - ohne auf die Nachbildung mir bekannter Szenen verzichten zu müssen.

Die Idee bzw. eine kleine Geschichte um die Anlage

Den betrieblichen Mittelpunkt bildet ein kleiner Bahnhof - die Station Dolní Stavidlová

Stavidlo - das bedeutet auf Tschechisch "Stauanlage" bzw. "Schleuse" - eine kleine Anspielung auf meinen Familiennamen ;-). Der Ort im ehemaligen Sudetenland liegt an der deutsch-tschechischen Grenze und auch an der Grenze von Sächsisch-böhmischer Schweiz und Lausitzer Bergland. Dolní Stavidlová hat eine lange Geschichte und gründete sich vor vielen hundert Jahren als kleine Siedlung rund um eine Schleuse am Gnukno Potok (dem Gnaucksbach). Auf dem angestauten Bach wurde früher Holz geflöst, wodurch der Ort damals an Bedeutung gewann. 

Heute hat die Flöserei natürlich keine Relevanz mehr und die Bewohner von Dolní Stavidlová arbeiten in den benachbarten und größeren Städten, welche sie u.a. mit der Bahn und den dafür von der CD eingesetzten Berufsverkehrszügen erreichen.
Von Bedeutung ist inzwischen aber der Ausflugsverkehr geworden - zieht es doch immer mehr Städter an freien Tagen zum Wandern und Erholen in die Berge rund um Dolní Stavidlová. Aus diesem Grund halten neben Regionalzügen auch zeitweise Fernverkehrszüge der Relation Decin-Liberec auf ihrem Weg vom Elbtal ins Gebirge und in der Saison setzt die CD zudem Ausflugs-Sonderzüge ein. 
Doch nicht nur Reisende aus Tschechien steigen in Dolní Stavidlová ein und aus - auch deutsche Wanderfreunde können Dolní Stavidlová mit der Bahn erreichen - denn hier im nördlichen Zipfel der tschechischen Republik existiert ein Eisenbahngrenzübergang nach Deutschland zum Bahnhof der Kreisstadt Samntz
Der somit "internationale" Reiseverkehr und die Bedienung einiger Anschließer im Bahnhof und an der freien Strecke sorgen für einen regen und abwechslungsreichen Betrieb in dem verhältnismäßig kleinen Bahnhof im Grenzland. Mehr dazu im nächsten Abschnitt. 

 

Der Bahnhof

 Nach einem ersten gescheiterten Modulbauprojekt eines zu großen Bahnhofs (siehe weiter unten beim Bericht zum Steinbruch) war für mich klar: ein neuer Bahnhof muss kleiner, handlicher und "schneller" realisierbar sein. Deswegen setzte ich mir selbst die Vorgabe, dass die Module des Bahnhofs nur eine Tiefe von 50cm (wie Streckenmodule) haben sollte und mit wenig Weichen doch so einiges an Fahrbetrieb möglich sein sollte. Ich suchte eine Weile nach Ideen in verschiedenen Büchern und Zeitschriften und fand letztendlich Gefallen an einem Anlagenvorschlag im Buch "Modellbahn Traumhafte Anlagen" von Ivo Cordes. Der dort gezeigte Bahnhof war die erste grobe Vorgabe und während des letzten Spanienurlaubs habe ich mich dann einmal "ausgetobt" - und hier das Ergebnis: 





Der Bahnhof verfügt über nicht allzu viele Gleise und hat für den Personenverkehr einen (für Tschechien in meinen Augen typischen) schmalen Inselbahnsteig für die Durchgangszüge (Gleis 1 und 3) sowie einen triebwagentauglichen Hausbahnsteig (Gleis 2) für die hier enden Züge aus der CZ oder am Samntz, die über die am oberen Bahnhofsrand einmündende Strecke aus Deutschland Dolní Stavidlová erreichen.  

Für den Güterverkehr gibt es ein Durchgangsgleis (Gleis 4), ein Ausziehgleis (Gleis 7) für das Bedienen zweier Anschließer  (Gleis 5 und 6) und eine Ladestraße (Gleis 8-10). Für ausreichend Güteraufkommen sorgen ein Forstbetrieb, der regelmäßig Wagen des Einzelwagenverkehrs an der Ladestraße belädt, der obligatorische Kohlehändler an Gleis 5 und eine "Schnapsfabrik" (Anm. noch in der Planung - ggf. auf einem Extra-Segment) an Gleis 6.  

An der rechten Bahnhofsausfahrt besteht die Möglichkeit, das Gleis weiter zu einer kleinen Triebfahrzeugeinsatzstelle zu führen (in Anlehnung an den Bahnhof Rumburk) oder am Ende doch nur an einem Prellbock enden zu lassen.

Streckenmodule

Modul "Goßdorfer Raubschloss"

Noch basierend auf der Idee, den Bahnhof Goßdorf-Kohlmühle zu bauen (siehe unten bei Modulgruppe "Steinbruch"),  wuchsen schnell in meinem Kopf die Pläne für passende Streckenmodule rund um diesen Bahnhof. Und so baute ich auch mein allererstes Streckenmodul nach einem Vorbild aus dem Sebnitztal - dem Felsmassiv unterhalb des Goßdorfer Raubschlosses. Zwei Bilder von Jens Vogel vom Vorbild dienten mir dabei stehts als Vorlage:  Bild 1 + Bild 2 


 

Modul "Buttermilchmühle"

...

 

 

Modulgruppe "Steinbruch"

 Wie schon weiter oben geschrieben, hatte ich schon einmal ein Bahnhofsprojekt gestartet: der Bahnhof Goßdorf-Kohlmühle sollte es werden mit 0,6m x 4m Ausdehnung inkl. funktionsfähiger Werksbahn, originalgetreuen Gebäuden usw. - und das auch noch als erstes Modulprojekt überhaupt noch vor dem Bau eines einfachen Streckenmoduls o.ä. Rückblickend betrachtet, war das Ganze natürlich von Anfang an zum Scheitern verurteilt - nur wusste ich das damals noch nicht.

Also mit dem Bau von 2 Bahnhofsmodulen zu je 0,6mx1m begonnen:
Doch es fehlte die Zeit, um wirklich Fortschritte zu machen und irgendwann kamm auch die ernüchternde Erkenntnis: werd ich jemals ausreichend Platz und Bauzeit für einen 4m langen Bahnhof plus Strecke haben? Die Antwort: nein.
Die begonnen Module wanderten in den Keller und ich baute erst einmal ein Streckenmodul (siehe oben).
Doch die bereits geleistete Arbeit (und vor allem den Wert der gekauften Modulbausätze) wollte ich nicht einfach auf den Müll wandern lassen. Also beschloss ich, aus den Modulen noch etwas zu machen.
So entstand die Idee, den vielen ITL-Schüttgutwagen in meiner Sammlung eine "Aufgabe" zu geben und eine Schotter-Verladeanlage zu bauen. Die Anknüpfung zu den "Bahnen im Grenzland" und der Anlage rund um Dolni Stavidlova ist auch schnell gefunden - gibt es doch schließlich auch heute noch beim Original eine Verladeanlage im deutschen Oberottendorf und in der Tschechischen Republik in der Nähe von Schluckenau bzw. Velký Senov wird der Berg "Botzen" heute immer noch durch einen Steinbruch Tag für Tag "kleiner" gemacht. 
Aus den bereits vorhandenen Gleisanlagen auf den Modulen entwickelte ich den nachfolgenden Gleisplan:

 Wann der Steinbruch "in Betrieb" geht, wird die Zeit zeigen. Ich werde den Baufortschritt hier dokumentieren.  

Modul ...

folgt